Golf Akademie Margarethenhof

Mitgliedschaften

Es ist eine beinahe philosophische Frage. Keine Angst, Kant, Schopenhauer und Nietzsche müssen Sie in diesem Fall nicht zitieren können. Es geht allein um Golf - wobei das schon ein lebenslanges Thema sein kann. Also etwas präziser formuliert: Wie können Neueinsteiger wissen, welche Art von Mitgliedschaft ihren Bedürfnissen entspricht? Dazu bedarf es zunächst einer ehrlichen Einschätzung sich selbst gegenüber.

Wer in Europa Golf spielen will, und das über den Besuch eines öffentlichen Kurzplatzes hinausgeht, benötigt eine offizielle Mitgliedschaft. Klingt einigermaßen hochtrabend, ist es aber nicht. Denn dafür bestehen drei Möglichkeiten – je nach Gusto, Geldbeutel und Selbstverständnis. Eine allgemein gültige Regelung macht da keinen Sinn. Entscheidungshilfen jedoch sehr wohl.

Die gängigste Variante ist es, eine reguläre Mitgliedschaft in einem der rund 700 Clubs in Deutschland abzuschließen. Eine derartige „Vollmitgliedschaft“ erlaubt es Ihnen, in Ihrem Heimatclub unter der Woche und am Wochenende zu jeder Zeit aufteen zu können. Ohne versteckte Zusatzkosten und selbstverständlich ohne das sogenannte Greenfee zu entrichten. Das wird nur beim Besuch anderer Klubs fällig, möglicherweise zu reduzierten Tarifen, wenn ein sogenanntes Partnerabkommen zwischen verschiedenen Clubs besteht.  Auch dort sind Sie ein gern gesehener Gast –weil eine Vollmitgliedschaft einem Plädoyer für den Golfsport gleichkommt. Klubs können mit ihrem Geld kalkulieren, Angestellte fair bezahlen, die Anlage in Schuss halten und das Vereinsleben pflegen. Die Philosophie des gepflegten Miteinander. Das muss nicht zwangsläufig teuer sein, weil viele Klubs schon jetzt den Wünschen ihrer Mitglieder nach speziellen Einstufungen nachkommen. Studententarife, Zehnerkarten, Familienmitgliedschaften – die Palette vergrößert sich in jeder Saison. 

Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil. Womöglich sind Sie noch gar nicht sicher, ob Golf tatsächlich so cool ist, wie Sie gerade meinen. Oder spielen Sie lediglich im Urlaub? Nur ab und an im Freundeskreis? Dann könnte sich ein Blick auf andere Optionen lohnen.

Schließen Sie eine Fernmitgliedschaft ab, sind Sie Mitglied eines Clubs, der mindestens 150 Kilometer von Ihrem Wohnort entfernt liegt. Wollen Sie im „GC Ziemlich Weitweg“ spielen, ist jedes Mal ein Greenfee zu bezahlen. Genau wie auf allen anderen Anlagen. Demnach zielt diese Alternative auf Menschen ab, die ihre Liebe zum Golf einer Probezeit unterziehen möchten. Für Weniggolfer ist eine Fernmitgliedschaft preislich nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn Sie maximal zehn Runden im Jahr spielen. 

In der Vereinigung clubfreier Golfer, zumeist unter dem Kürzel VcG bekannt, wird ihr Handicap online verwaltet. Auf Ihrer Mitgliedskarte ist allerdings kein goldenes Emblem, was Sie nicht als Golfer zweiter Klasse kennzeichnet, aber in nahezu allen Clubs zu einem deutlichen Preisaufschlag von etwa 10-20 Prozent auf den üblichen Tagessatz führt. Was auf den ersten Blick für Einsteiger oder Jung-Golfer verlockend nach einem Schnäppchen klingt, kann im Laufe eines Jahres teuer werden. 

Wer von Beginn an flexibel bleiben möchte, die Lust auf Golf nicht vom Wetter abhängig macht und den finanziellen Aufwand nicht Runde für Runde  gegenrechnen mag, entscheidet sich für eine Vollmitgliedschaft bei einem Club seiner Wahl – früher oder später.

03.11.2020